Entspannung
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Achtsamkeit – ein Lebensprinzip

achtsamkeit: das lebensprinzip für gesundheit und wohlbefinden

Noch schnell eine Mail schreiben, einen Anruf machen und schon geht es ins nächste Meeting – das Leben läuft im Eiltempo und wir versuchen mitzuhalten. Dabei vergessen wir aber das Wichtigste: uns! Doch damit ist jetzt Schluss. Wie Du im Alltag für Entschleunigung sorgst? Mit Achtsamkeit!

Kaum klingelt am Morgen der Wecker, hüpfen wir aus den Federn, springen unter die Dusche, hetzen zur Arbeit und dann geht es dort erst richtig los. Selbst beim Mittagessen denken wir an all das, was noch ansteht, und abends im Bett wird schon wieder in Gedanken die To-Do-Liste für den nächsten Tag durchgegangen. Telefon, Handy und Internet machen das Leben zusätzlich schwer, denn wir sind immer und überall erreichbar. Stress pur! Kommt Dir das bekannt vor? Dann wird es jetzt allerhöchste Zeit für mehr Achtsamkeit. Schließlich machen Stress und Hektik nicht nur unglücklich, sondern auf Dauer auch krank. Achtsamkeit ist eine prima Anleitung zu mehr Gelassenheit.

Achtsamkeit ist die gesteigerte Form von Aufmerksamkeit. Es geht darum bewusst im Hier und Jetzt zu sein, den Augenblick zu genießen, Körper und Geist zu entspannen und einfach auch einmal in Ruhe innezuhalten. Achtsamkeitspraxis ist ein Lebensprinzip, das Dir zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden verhilft. In einer Zeit, in der alles so schnell geht, ist es gar nicht so einfach das Tempo zu drosseln und den Moment zu entschleunigen. Einen Augenblick genießen zu können und innezuhalten, muss als Haltung erst erlernt werden. Die Achtsamkeitsmeditation ist deshalb auch das Herzstück der Achtsamkeit.

Achtsamkeit: eine Methode zur Stressbewältigung

Schon im Buddhismus spielte die Achtsamkeit eine große Rolle. In den 1970er-Jahren entwickelte der amerikanische Verhaltensmedizinier Jon Kabat-Zinn ein Training zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit („Mindfulness Based Stress Reduction“, kurz MBSR). Kabat-Zinns Methode basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen und zeigt einen alltagstauglichen Weg, um achtsam zu sein.

Die Elemente des MBSR-Trainings

  • Bodyscan: Was empfindest Du gerade? Scanne mit Deiner Aufmerksamkeit alle Körperempfindungen ab, um es herauszufinden und zu spüren.
  • Gehmeditation: Das Gehen wird zum Mittelpunkt der Meditation. Spüre dabei ganz genau die Berührungen der Füße auf dem Boden.
  • Bewegungsübungen: Führe sanfte, einfache Dehn- und Kräftigungsübungen in Verbindung mit dem Atem aus, wie zum Beispiel Hartha-Yoga.
  • Sitzmeditation: Du konzentrierst Dich im Sitzen nur auf Deinen Atem. Alle auftretenden Gedanken lässt Du vorbeiziehen. Sitz- und Gehmeditation sind Meditationstechniken des Buddhismus.
  • Achtsamkeit im Alltag: Führe ganz alltägliche Aktivitäten mit mehr Bewusstsein aus. Dadurch kommst Du zu Ruhe und Gelassenheit im Leben.
  • Reflexion: Reflektiere Deine eigenen Verhaltensmuster und etabliere Gewohnheiten für Stresssituationen, Deine Ernährung und Deinen Umgang mit Emotionen.

Mit MBSR kannst Du Stress bewusst reduzieren, Deine Gesundheit unterstützen und zufriedener leben.

Wichtige Grundlagen der Achtsamkeit

Bei der Achtsamkeit geht es nicht nur darum, dass Du mit speziellen Achtsamkeitsübungen zu einer bewussten Wahrnehmung des Augenblicks gelangst. Ein paar Grundhaltungen sind wichtig, damit Du im Alltag entschleunigen kannst.

Achtsamkeit bedeutet annehmen

Eine Situation ist anders als Du sie Dir vorgestellt hast? Dann sei offen und wertfrei. Sag einfach „Ja“ zu dem, was es ist. Das heißt natürlich nicht, dass Du in eine passive Haltung geraten sollst. Nimm die Situation erst einmal an und denke dann darüber nach, wie Du sie angehen kannst. Wenn Du morgens zum Beispiel einen Blick auf Deine To-Do-Liste wirfst und denkst „Es ist, wie es ist“ und nicht „Oh Gott, dass schaffe ich nie“ ist das eine ganz andere, neue Einstellung, die Dich offener macht.

Nicht bewerten – eine Grundlage der Achtsamkeit

Ob kritisieren oder bewundern – wir neigen dazu, andere Menschen ständig zu bewerten. Dadurch wirst Du unsicher, unzufrieden oder arrogant. Nimm wahr, wenn Du einen anderen Menschen bewertest, und geh einen Schritt zurück. Begegne anderen Menschen wertfrei und offen.

Von Absichten lösen

Du isst, um satt zu werden, treibst Sport, um schlank zu sein, und gehst, um irgendwo anzukommen. Achtsamkeit ist genau das Gegenteil: Dinge nicht wegen des Ziels tun, sondern das Da-Sein genießen – in jedem Moment. Löse Dich also davon, etwas immer nur mit einer Absicht zu tun. Es gilt das Motto: Der Weg ist das Ziel!

Auf dem Weg zu Entschleunigung brauchst Du Geduld

Sei geduldig! So bist Du im Umgang mit anderen entspannter. Aber sei vor allem geduldig mit Dir selbst. Ertappst Du Dich dabei unachtsam zu sein, ist das nicht schlimm. Das es Dir überhaupt auffällt, ist ein Fortschritt. Sonst wärst Du wahrscheinlich einfach weiter durchs Leben gehetzt. Jetzt bist Du also sehr wohl achtsam.

Effekte der Entschleunigung: So wirkt Achtsamkeit

Schon bald wirst Du merken, wie gut Dir die Achtsamkeit tut. Sie hilft Dir innere Ruhe in der Hektik des Alltags zu bewahren, Deinen Geist zu öffnen und gelassen zu bleiben. Du nimmst Dich und Deine Umwelt bewusster wahr und achtest auf Dich und Deinen Körper. Diese Stressbewältigung ist gut für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden.

Lebe bewusster: Zu den Achtsamkeits-Programmen auf GU Balance

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